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Von der Wiege zur Wiege

Produktionsprozesse neu denken

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von © EPEA Switzerland GmbH

Cradle to Cradle® Logo - Cradle to Cradle® Design definiert und entwickelt kreislauffähige Produkte.

Die Idee

Cradle to Cradle® Design definiert und entwickelt kreislauffähige Produkte.

Als Differenzierung zum konventionellen Recycling bleibt die Qualität der Rohstoffe über mehrere Produktlebenszyklen erhalten und es werden ausschließlich „als sicher bewertete Chemikalien“ eingesetzt.

Die Produktionsverfahren, der Gebrauch und die Wiederverwertung der Produkte werden nach dem Modell gestaltet, die Qualität der Rohstoffe über mehrere Lebenszyklen zu erhalten.
Das bedeutet: Kein Abfall, alles ist zugleich Nährstoff. Die richtigen Materialien werden in definierten Kreisläufen (Metabolismen) zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort eingesetzt.


Die 3 Cradle to Cradle® Prinzipien:

 

1. Kreislauf: Abfall = Nahrung (waste = food)

2. Energie: Nutzung erneuerbarer Energien

3. Diversität


Die Natur als Vorbild

Die Natur als Vorbild spiegelt sich laufend in der Entwicklung eines Cradle to Cradle® Produktes: Blühende Bäume im Frühling sind nur scheinbar Verschwendung. Aus wenigen Blüten entstehen neue Bäume. Alle Blüten, die nicht der Vermehrung dienen, fallen zu Boden und werden zu Nährstoffen für andere Organismen.

Die Natur als Vorbild. Jedes einzelne Blatt dient wieder als Nährstoff. Die Natur als Vorbild. Jedes einzelne Blatt dient wieder als Nährstoff.

Cradle to Cradle® Produkte erreichen eine neue Qualitätsdimension und zeichnen sich durch hohe Wirtschaftlichkeit sowie eine geringe, im Idealfall keine Umweltbelastung aus. Sie haben eine gesteigerte Verbraucherfreundlichkeit und sind Zeugnisse eines Paradigmenwechsels im Konsumverhalten und in der industriellen Produktion.Cradle to Cradle® Design definiert nicht nur Form, Funktionalität und Inhaltsstoffe eines Produkts. Angestrebt wird eine neue Dimension von Qualität und Sicherheit in endlosen Kreisläufen.


Die 2 Systeme: biologischer und technischer Kreislauf

Verbrauchsgüter im BIOLOGISCHEN KREISLAUF

Verbrauchsgüter (Naturfasern, Kosmetikprodukte, Waschmittel u. ä.) werden so konzipiert, dass sie im biologischen Kreislauf immer wieder verwendet werden können. Dazu werden sie zu biologischen Nährstoffen zersetzt und fördern biologische Systeme wie z.B. Pflanzenwachstum. Die nachwachsenden Rohstoffe und Substanzen sind dann wiederum Basis für neue Produkte.

 


  Cradle to Cradle®: Verbrauchsgüter im biologischen Kreislauf

Gebrauchsgüter im TECHNISCHEN KREISLAUF

Gebrauchsgüter (Fernsehgeräte, Autos, synthetische Fasern etc.) werden nach Erfüllung ihrer Funktion zu so genannten technischen Nährstoffen zerlegt und ermöglichen die Produktion neuer Gebrauchsgüter. Der Benutzer/Verbraucher nimmt nur noch die entsprechende Dienstleistung, z.B. Fernsehempfang in Anspruch. Die Materialien werden über Rücknahme- und Cyclingsysteme weiter im technischen Kreislauf behalten.

 

Die unternehmerischen und wettbewerbsabgrenzenden Vorteile: 

Das Cradle to Cradle® Konzept macht Risiko-, Einkaufs- und Prozessmanagement transparent. Es ermöglicht die Kosten für Wirtschaft, Umwelt und den sozialen Aspekten kalkulierbar und profitabel zu gestalten. Cradle to Cradle®optimiert die Wirtschaftlichkeit im gesamten Wertschöpfungszyklus.


Cradle to Cradle®: Gebrauchsgüter im technischen Kreislauf

Themendiskussionen

Cradle to Cradle® erfordert einen Paradigmen Wechsel zum heute überwiegenden Cradle to Grave Ansatz. Weg vom linearen Denken zum Denken in Kreisläufen. In zahlreichen Gremien finden weltweit angeregte Diskussionen statt. Nachfolgend einige komplementäre Themen zu Cradle to Cradle®.

 


Nachhaltigkeit

Cradle to Cradle® und Nachhaltigkeit

Ökobilanzen

 Cradle to Cradle®: Ökobilanzen
Cradle to Cradle®: Ökoeffizenz und Ökoeffektivität

Ökoeffizenz und Ökoeffektivität

Die Bezeichnungen “Öko-Effizienz” und “Öko-Effektivität” werden häufig gleichsinnig und gleichbedeutend benutzt. Es gibt jedoch einen bedeutsamen Unterschied:
Die Ansätze zur Öko-Effizienz berücksichtigen vorwiegend quantifizierende Parameter, welche Probleme beschreiben, die es zu minimieren gilt (z.B. Emissionen von Treibhausgasen). Öko-Effektivität hingegen bezieht darüber hinaus auch qualifizierende Parameter ein (z.B. das Einsetzen von Kohlendioxid als Nährstoff).

 


Recycling - Upcycling

Herkömmliches Recycling endet fast immer in einem Downcycling.

Die Erhaltung der Rohstoffqualität und deren Integration in das Produktdesign über mehrere Lebenszyklen, stellt eine grosse Herausforderung dar.

 

Herkömmliches Recycling endet fast immer in einem Downcycling, an dessen Ende zwangsläufig ein Rest und verminderte Qualität entsteht. Cradle to Cradle® hingegen sucht nach Strategien, wie Materialien in geschlossen Kreisläufen geführt werden können ohne die Qualität der Materialien zu vermindern.


Cradle to Cradle®: Materialien verbleiben in geschlossen Kreisläufen ohne die Qualität der Materialien zu vermindern.
Cradle to Cradle® und Circular Economy

Circular Economy

Die „Circular Economy“ analysiert die Wirtschaftlichkeit des Recyclings in der Wertschöpfungskette mit dem Ergebnis Rohstoffe zum Recyclingpreis aus den wiedergewonnenen Rohstoffen im Massenstrom zu generieren. Cradle to Cradle® definiert ein qualitativ erhaltendes, wirtschaftlich fundiertes Cycling in der Wertschöpfungskette. Durch die Wiederverwertung der Rohstoffe der kreislauffähigen Cradle to Cradle® Produkte, können die Rohstoffe im Idealfall zum ursprünglichen Anschaffungspreis eingesetzt werden. Falls Aufbereitungs- oder Reinigungskosten anfallen, sind die Materialkosten deutlich geringer als der betr. Marktpreis.


Die 4. Dimension: vom linearen zum zyklischen Materialkreislauf

Produktdesign basiert traditionsgemäß auf der Optimierung der Funktionalität (technische und ästhetische Leistungsfähigkeit) und der Herstellungskosten.Üblicherweise werden drei Dimensionen eines Produktes betrachtet: Höhe, Länge und Breite bzw. Leistung, Ästhetik, Preis. Ein Produkt ist aber eingebettet in Materialströme, die sich entlang eines vorgezeichneten Pfades bewegen, der mit der “Entnahme” beginnt, über die “Herstellung” führt und mit dem “Fortwerfen” – mit Abfall – endet, solange nicht der Erhalt von Ressourcen als zusätzliches Merkmal der Produktqualität angenommen wird.Cradle to Cradle®Design integriert systematisch die Produktions- und Distributionskette, sozusagen die “Zeit”, als vierte Dimension einer Produktqualität. Materialien werden in verschiedenen Stadien entlang dieser Ketten umgewandelt und modifiziert. Somit wird ein bisher linearer Materialfluss in einen zyklischen umgewandelt. Auf diese Weise bleibt der Wert aller Materialien in biologischen oder technischen Kreisläufen erhalten.

Die Differenzierung: Qualität gleich Quantität

Cradle to Cradle® Design überträgt das Prinzip “Qualität gleich Quantität” auf industrielle Systeme. Materialien und Materialflüsse werden so entworfen, dass sie für die Regeneration und Erhaltung ihrer biologischen und technischen Quellen förderlich und nutzbar sind. Dieser Ansatz befreit von der gegenwärtigen Verpflichtung, nachteilige Umweltauswirkungen vermindern, reduzieren oder verlangsamen zu müssen.


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